Zwangsarbeit

"Es soll in Erinnerung bleiben,
was geschehen ist, damit es sich
nie wiederholt."

Moshe Miedzinski, Überlebender des KZ Ahlem

Zwangsarbeiter gehörten im Zweiten Weltkrieg zum Stadtbild von Hannover. 60.000 Frauen und Männer wurden aus West- und Osteuropa hierher verschleppt. Im gesamten Stadtbild bestanden während des Krieges 500 Lager. Größere Lager wurden in der Nähe hannoverscher Industrieschwerpunkte wie Döhren, Linden, Ricklingen, Stöcken, Vahrenwald und Wülfel angelegt. Im gesamten Raum Hannover existierten zudem sieben Konzentrationslager...

Barackenlager Pappelberg, Foto Privatbesitz, Projekt Hannoversche Lager

Ohne die Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die überwiegend aus Polen und der Ukraine kamen, wäre die deutsche Wirtschaft nicht in der Lage gewesen, die Kriegsmaschinerie und die Versorgung an der "Heimatfront" aufrecht zu erhalten. 1944 waren 40 Prozent aller Arbeitskräfte in hannoverschen Unternehmen Häftlinge oder Zwangsarbeiter - ein überdurchschnittlich hoher Anteil im Vergleich zu anderen Industriestandorten ...weiter