Veranstaltungen

Neben Forschungen zum Vereinszweck, der Dokumentation, der Betreuung von Überlebenden und Interessenten sind es vor allem die jährlichen Gedenkfeiern sowie Veranstaltungen, bei denen sich der Verein unterschiedlich einbringt. Auch bei Ausstellungen wird der Verein beratend und unterstützend tätig. Eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit soll das Thema den Bürgerinnen und Bürgern (vor Ort) näherbringen und dem Vergessen entgegenwirken.

Gedenken


Mahnmal Brinkhafen An dem historischen Standort des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers der Firma Brinker Eisenwerke in Langenhagen erinnerte nichts. Ab Anfang Oktober 1944 waren 500 überwiegend aus Warschau verschleppte Häftlingsfrauen hier untergebracht. Ein speziell für diesen Ort erstelltes Mahnmal wurde am 8. Mai 2003 enthüllt und zwar an dem Ort, wo sich früher der Lagereingang befand. Aber nicht nur an das ehemalige KZ soll dadurch erinnert werden, sondern auch an die Geschichte der Zwangsarbeit im gesamten Industriegebiet am Brinker Hafen. Am Tag der Zerstörung des Frauenkonzentrationslagers in Langenhagen durch einen Luftangriff, dem 6.1.1945, finden jedes Jahr an diesem Termin Gedenkfeiern am Mahnmal in der Hackethalstraße statt.


Mahnmnal SeelhorstSeit dem 27. Januar 2002 kennzeichnet eine Stele den Ort der Erschießung von 154 Häftlingen des "Polizeiersatzgefängnisses" Ahlem durch die Gestapo Hannover auf dem Stadtfriedhof Seelhorst wenige Tage vor der Befreiung der Landeshauptstadt. Am 6. April 1945 mussten die für die Hinrichtung selektierten Häftlinge eine Massengrube ausheben, vor der sie sich dann in Reihen aufgestellt und anschließend erschossen wurden. Der Gefangene Peter Palnikow konnte während der Erschießung flüchten und informierte die Alliierten wenige Tage nach ihrem Einmarsch in Hannover (am 10. April 1945) über das Massaker. Am 2. Mai 1945 wurden die sterblichen Überreste der Ermordeten exhumiert und auf dem für sie von den Alliierten angelegten Ehrenfriedhof Maschsee-Nordufer, mitten im Herzen Hannovers beigesetzt.


Mahnmal Maschsee In Zusammenarbeit mit mehreren Organisationen wurde 2008 eine Informationstafel zum Ort und dem historischen Hintergrund des Ehrenfriedhofes am Mahnmal am Nordufer des Maschsees (Arthur-Menge-Ufer) eingeweiht. Gleichzeitig übernahmen die Schüler verschiedener Schulen Patenschaften neben der bereits seit vielen Jahren dort aktiven IG Metall Hannover.

Am 1. September 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen und löste den Zweiten Weltkrieg aus, der Millionen von Menschen das Leben kostete. "Nie wieder Krieg" forderten deshalb viele Kriegsgegner bereits in den 1950er Jahren. Der Antikriegstag gilt nicht nur den Gewerkschaften als Möglichkeit des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt, sondern er steht auch als Forderung für eine Welt ohne Krieg.


Mahnmal Ahlem Um die Produktionsstätten der Rüstungsindustrie vor Bombenangriffen zu schützen, begannen die Continental Gummi-Werke und die Maschinenfabrik Niedersachsen 1944, die bis 40 Meter unter der Erdoberfläche befindlichen Asphaltstollen in Ahlem auszubauen. Hierfür wurden vor allem Zwangsarbeiter und KZ Häftlinge aus dem KZ Stöcken der Continental Gummi-Werke ab Ende November 1944 unter unmenschlichen Bedingungen eingesetzt.

Am 6. April 1945 wurden die Häftlinge zum KZ Bergen-Belsen evakuiert. Einige Häftlinge blieben zurück. Sie wurden am 10. April 1945 von amerikanischen Soldaten befreit. Ungefähr 500 ermordete Häftlinge lassen sich in zeitgenössischen Unterlagen für das KZ Ahlem nachweisen.

Am KZ-Mahnmal Hannover-Ahlem, Petit-Couronne-Straße oder Heisterbergallee, Verbindungsweg "Am Mahnmal" beim Englischen Friedhof, 30453 Ahlem


Zwischen 1943 und 1945 wurden vor allem polnische und russische Zwangsarbeiterinnen gezwungen, ihre Kinder in sogenannten Wöchnerinnenheimen zur Welt zu bringen. Sie durften ihre Säuglinge nicht selbst versorgen. Die Kinder verstarben oft an mangelnder Fürsorge, Unterernährung und den unhygienischen Bedingungen in den Baracken.

Fast 300 verstorbene Säuglinge und Kleinkinder für das sogenannte "Ausländer-Wöchnerinnenheim" in Godshorn/Schulenburger Mühle sind in zeitgenössischen Unterlagen dokumentiert. Die erste Beisetzung auf dem Stadtfriedhof Seelhorst fand am 14. September 1943 statt. Auch in anderen NS-Einrichtungen und Lagern im Stadtgebiet starben Säuglinge und Kinder der Zwangsarbeiterinnen.


Regelmäßig veranstaltet der Verein "Gegen das Vergessen ./. NS-Zwangsarbeit" e.V. eine Gedenkstättenfahrradtour zu ausgewählten Stationen in der Region Hannover, die an die Verbrechen der NS-Zeit erinnern. An konkreten Beispielen werden die Orte dargestellt und durch Experten und Fachkundige beschrieben. An den aufgesuchten Stationen finden Gespräche und ein Austausch zu den jeweiligen Themen statt.

Die 7. Gedenkstättenfahrradtour wird im Bereich Südstadt/Döhren durchgeführt. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung über das Büro Dr. Meyer, Tel. 0511/961870, oder E-Mail Dr.Meyer.und.Partner@t-online.de erforderlich.